Die EU ist dafür verantwortlich, dass ihre Außengrenzen die tödlichsten Grenzen der Welt sind. Ihr politisches Handeln führt dazu, dass dort jedes Jahr unglaublich viele Menschen sterben.
Interview mit Lea Reisner, taz nord, 9. Mai 2022 mehr ...
Das Werk ist eine Anklageschrift gegen den von »furchtbaren Technokrat*innen« umgesetzten »egoistischen Wohlstandschauvinismus« und gleichzeitig »eine kritische Bilanz der europäischen Grenzgewalt«. Also solche ist das Buch gelungen.
Gerd Bedszent, Gewalt an der Grenze, jw, 9.5.2022 mehr ...
Die Autorinnen gehen auf die verschiedenen Fluchtrouten ein und erklären deren tödliche Dynamiken: das ­Ertrinken und die Pushbacks auf der zentralen Mittelmeerroute, die Polizeigewalt entlang der Balkanroute, die Entrechtung in sogenannten Hotspots in Griechenland und die Bemühungen der EU, ihre Grenzen auszulagern, indem sie Deals mit Staaten wie der Türkei oder Libyen aushandelt.
Hannah El-Hitami, EU erlaubt Pushbacks, amnesty journal
Die Studien dieses Buches offenbaren die tiefe politische und geistige Krise der EU, die sich auf Demokratie und Menschenrecht so oft beruft und diese auch manchmal realisiert,. Aber die EU und Europa mauert sich in einer nationalistischen und feindlichen Abwehrhaltung gegenüber Flüchtenden aus Afrika und Asien ein. Es ist die Angst vor den Fremden, die das Denken und Handeln der meisten Europäer bestimmt, und die Unfähigkeit der reichen Welt, also auch Europa, dem zunehmenden Elend, dem Verhungern von Millionen arm gemachter Menschen im Süden dieser Welt, konsequent durch eine gerechte Politik und Wirtschaftspolitik Einhalt zu gebieten.
Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin mehr ...
Erklärtes Ziel des Autorinnenkollektivs ist es, die an den EU-Außengrenzen verübte Gewalt kritisch zu dokumentieren – was ihnen auf beeindruckende Weise gelungen ist. Das Buch funktioniert dadurch auch als Nachschlagewerk für die politische Arbeit aller, die in der Solidaritätsbewegung mit Migrierenden und Geflüchteten aktiv sind oder sich dafür interessieren.
Sarah Spasiano, iz3w, Nr. 392 mehr ...


Lesereisen / Veranstaltungen

Informationen zu

  • Autorinnenkollektiv Meuterei mehr