Autorinnenkollektiv Meuterei

Grenzenlose Gewalt

Der unerklärte Krieg der EU gegen Flüchtende

Hg. v. Lesen ohne Atomstrom

ISBN 978-3-86241-491-8 | erscheint 04/2022 | 256 Seiten | Paperback | 18,00 €

Mit einem Nachwort von Donatella Di Cesare

Zum Buch

Sie schießen scharf. Zerschlagen die Motoren kleiner Boote, auf hoher See. Jene, die erschöpft das Festland erreichen, zerren sie auf aufblasbare Inseln, setzen sie auf dem Meer aus: Die Täter sind keine Banden der organisierten Kriminalität, sondern handeln in staatlicher Mission – im Auftrag der Europäischen Union.

Der Staatenbund hat, zehn Jahre nachdem ihm für den »erfolgreichen Kampf für Frieden und Menschenrechte« der Friedensnobelpreis verliehen wurde, mit seinem paramilitärischen Vorgehen gegen schutzsuchende Menschen auf der Flucht die tödlichste Grenze der Welt geschaffen, das Mittelmeer zum Massengrab gemacht. Zehntausende, die man nicht abhalten konnte, vom Säugling bis zum Greis, lassen die EU-Regent*innen über Jahre in Internierungslager sperren. Und Europäer*innen, die Schiffbrüchige in höchster Not retten, werden vor Gericht gestellt.

Es ist die Aufkündigung der vielbeschworenen »europäischen Werte«, die zivilisatorische Kapitulation vor einer der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, in dem so viele Menschen wie nie zuvor auf der Flucht sind – vor Krieg, Verfolgung, Hunger und Klimawandel. Die meisten von ihnen finden Aufnahme in den armen Ländern des Globalen Südens, während sich der reiche Norden verschanzt.

Dieses Buch bilanziert minutiös die Systematik der tagtäglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, orchestriert von Brüsseler Schreibtischen und exekutiert von hochgerüsteten Grenzwächter*innen, und hält ihnen die Zeugnisse von Geflüchteten entgegen. So gerät es zur Anklageschrift gegen die Friedensnobelpreisträgerin EU.



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