Rotem, Simha

Kazik

Erinnerungen eines Ghettokämpfers

Aus dem Hebräischen von Ronit Mayer Beck

ISBN 978-3-86241-459-8 | erscheint 08/2017 | 208 Seiten | Paperback | 16,00 €

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Simha Rotem nahm als Jugendlicher am Warschauer Ghetto-Aufstand teil und ist der letzte noch lebende Kämpfer dieses epochalen jüdischen Widerstandskampfes. Die Neuauflage seiner »Erinnerungen eines Ghettokämpfers« ist uns ein besonderes Anliegen.

Kazik ist ein beliebter polnischer Name, Simha Rotem wurde so von den Kommandanten der jüdischen Kampforganisation ŻOB und seinen Gefährtinnen und Gefährten genannt. Eine nichtjüdische Tarnidentität sollte ihm das Agieren auf der »arischen Seite« des Ghettos erleichtern. Er war 15 Jahre alt, als die NS-Armee in Polen einfiel, und 18, als der Aufstand im Warschauer Ghetto am 19. April 1943 begann.

In den ersten Tagen des Aufstands kämpfte Kazik vom Gelände der Bürstenmacherwerkstätten gegen die anrückenden Deutschen. Ende April schlugen sich Kazik und Zygmunt Frydrych als Verbindungsleute durch einen Tunnel auf die »arische« Seite. Sie organisierten eine Fluchtmöglichkeit aus dem Ghetto, um sich mit den letzten überlebenden Ghettokämpfern den Partisanen aus den Wäldern anzuschließen. 1944 beteiligte sich Kazik am Warschauer Aufstand und bereitete anschließend noch vor Kriegsende Fluchtwege nach Israel vor.

Simha Rotem zögerte viele Jahre, seine Erlebnisse niederzuschreiben, obwohl die ersten Notizen bereits aus dem Jahr 1944 stammen. Ohne nachträglich zu romantisieren oder zu verklären, beschreibt er die schier unvorstellbare Härte des Kampfes gegen die Nazis. Mit seinen Erinnerungen erfüllte er die innere Verpflichtung, Zeugnis abzulegen über »die Geschichte des polnischen Judentums in den Tagen der Vernichtung und des Widerstands«.

Simha Rotem wanderte 1946 nach Palästina aus und lebt heute in Jerusalem.



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Buchcover Kazik
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