FrauenLesbenKollektiv, HG.

Feministische Militanz

Zur Geschichte und Aktualität der Roten Zora

ISBN 978-3-86241-473-4 | erscheint Mai 2020 | Seiten | Paperback | 19,80 €

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Aus der Neuen Frauenbewegung und anderen Aktivist*innenkreisen in der BRD der 1970er- und 1980er-Jahre gingen auch militant kämpfende Gruppen hervor. Die »Rote Zora« war dabei die bekannteste und am längsten kämpfende militante FrauenLesbenGruppe überhaupt.
Entstanden aus dem Kontext der »Revolutionären Zellen« richteten sich ihre Aktionen u.a. gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien, gegen Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsverhältnisse als Ausdruck kapitalistischer und patriarchaler Herrschaft. Zu ihren bekanntesten und erfolgreichsten Aktionen zählen die Brandanschläge gegen den Bekleidungskonzern Adler, der seine Produktion nach Südkorea ausgelagert hatte und v.a. junge Frauen unter unsäglichen Arbeitsbedingungen zu miserablen Löhnen beschäftigte.

Mehrere Gesprächsrunden von FrauenLesben sowie Interviews mit Beteiligten reflektieren die Aktualität und Bedeutung militanter Politik und stellen den Bezug zur Gegenwart her.

Darüber hinaus enthält das Buch einen umfassenden Dokumententeil, der alle Erklärungen der »Roten Zora« enthält sowie ihre kritische Selbstreflexion in der Broschüre „Mili‘s Tanz“.

Hierdurch wird der Zugang zu den Texten der Roten Zora ermöglicht und der Versuch unternommen, die Gruppe aus der kriminalisierten und vergessenen Ecke zu holen.



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